Von meiner Motivation für die Weltreise und den erfreulichen Flugbuchungen habe ich euch ja schon hier berichtet. Nun zu meinem ersten Stopp und damit zu meinen konkreten Thailand Tipps!

Anreise

Ursprünglich wollte ich meine Weltumrundung Richtung Westen machen. Doch nach Osten war es schließlich günstiger – und praktischerweise fliegt man nach Osten ja auch schneller.

Die Anreise mit Finnair via Helsinki nach Bangkok war nicht nur günstig (wie schon hier berichtet nur ca. 271 Euro – hier gefunden und gebucht), sondern trotz des über 10h Flugs auch sehr angenehm. Denn einerseits war die Wartezeit in Helsinki kurz und der Flughafen sehr angenehm, und andererseits war der Airbus A350 (eines der aktuell modernsten Langstreckenflugzeuge, von dem Finnair als eine der ersten Fluglinien welche erhalten hat) wie erwartet sehr bequem zum Fliegen. Sehr ähnlich dem Dreamliner von Boeing bietet er u.a. viel Raum, große Fenster und – für eine Weltreise natürlich besonders praktisch – eine besondere Innenbeleuchtung und einen angenehmeren Kabinenluftdruck zur Reduzierung von Jetlags.

Darüber hinaus waren das Filmangebot (ich kann bei Flügen selten schlafen) und v.a. auch die Verpflegung sehr gut. Trotz des günstigen Flugpreises waren ein Abendessen, ein Frühstück und Getränke inkludiert. Mit anderen Fluglinien habe ich viel schlechtere Erfahrungen gemacht – hierzu später.

Spannend fand ich auch den Vorbeiflug am Himalaya (wo anscheinend gerade ein Gewitter tobte) und an eher bedrohlichen Orten wie Kabul…

Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt war mit dem Zug sehr einfach und angenehm, v.a. da mein erstes Hotel in Zug- und U-Bahn-Nähe war. Beim Flughafen in Bangkok (BKK) braucht ihr hierfür einfach den Zeichen zum Zug folgen, am Ticketschalter nach einem Ticket ins Zentrum fragen (Kosten lagen bei ca. 1 Euro, wenn ich mich recht erinnere) und dann in den recht modernen Zug (bzw. mehr eine Art U-Bahn) einsteigen (gibt nur zwei Bahnsteige – einfach dort einsteigen wo die Leute stehen). Da die Fahrt ca. eine halbe Stunde dauert und der Zug (bzw. die U-Bahn?) dann recht voll wird je näher am Zentrum, nehmt euch am besten einen Sitzplatz.

Hotel in Bangkok

Eigentlich wollte ich mir ein Hotel in der Nähe der Khaosan Road suchen und buchen, von der alle Backpacker reden. Doch zum Glück hatte mir eine Bekannte, die in Bangkok lebt, einen der moderneren Stadtteile empfohlen. Denn erstens war mein Eindruck von der Khaosan Road beim späteren Besuch nicht so toll (schien recht touristisch-kommerziell), und zweitens war „mein“ Stadtteil, der mir empfohlen wurde, verkehrstechnisch viel besser angebunden und freundlicher (weil moderner). In Gehweite des Hotels gab es sowohl eine Metro- als auch eine Skytrainstation, was auch die Anreise vom Flughafen sehr einfach machte (der Flughafenzug hatte unweit des Hotels eine Haltestelle: Makkasan – ich bin von dort zu Fuß zum Hotel gegangen, wegen der unterschätzten Hitze wäre ich im Nachhinein aber lieber noch 1 Station mit der Metro gefahren). Außerdem gab es auch bei Einheimischen beliebte Ausgeh- und Shoppinggegenden gleich in der Nähe.

Das Hotel war schließlich noch besser, als ich es laut den Bewertungen erwartet hätte. Ich hatte dafür auf Solo Travel für 3 Nächte übrigens fast 100 Euro weniger als bei einer der in unseren Breiten beliebtesten Buchungsplattformen (ich möchte keine Namen nennen…) bezahlt (trotz kurzfristiger Buchung pro Nacht nur ca. 60 Euro inkl. Frühstück, was ich angesichts der Hotelqualität und praktischen Lage sehr ok fand). Der Check-In wäre eigentlich erst nachmittags möglich gewesen, aber u.a. dank eines an der Rezeption angebotenen, sehr günstigen Upgrades auf eine 55m2 Suite (!) – um ca. 9 Euro pro Nacht zusätzlich – konnte ich gleich in der Früh nach meiner Ankunft meine persönliche Suite beziehen – was nach der langen Anreise natürlich umso angenehmer war!

Die Suite hatte ein eigenes Wohnzimmer, eine Küchennische, eine ganzflächige Fensterfront neben dem Bett mit tropischem, ruhigen Grünblick und eine wunderschöne, große Badewanne. Außerdem konnte man sich sehr günstig tolles Essen aus dem Hotelrestaurant auf’s Zimmer bestellen – was ich nach einem ersten mehrstündigen Schläfchen gerne genutzt habe (somit bekam ich ohne Anstrengung mein erstes typisch thailändisches Essen mit höflicher Verneigung einer Thailänderin bequem in die Suite serviert).

Auch das bei meiner Buchung inkludierte Frühstücksbuffet war super: große Auswahl, schöner Speiseraum mit ausreichend Sitzplätzen, Grün- und Poolblick und mit nur wenigen, nicht-komischen anderen Gästen. Herrlich!

Generell muss ich sagen, dass mich auf der Reise kein zusätzlicher Euro für ein feineres Hotel oder Zimmer gereut hat. Für mich war es ein wesentlicher Bestandteil des Reisegenusses und umso angenehmer vor und nach langen Besichtigungstagen oder An- und Abreisen. Umgekehrt habe ich mich später jedes Mal geärgert, wenn ich an einer Unterkunft zuviel gespart und mich schließlich unwohl gefühlt habe und einfach nur bald wieder raus wollte.

Es hätte in unmittelbarer Nähe des von mir gewählten Hotels übrigens auch Hotels mit dem typischen Stadtblick gegeben. Die wären auch gut leistbar gewesen, aber abgesehen von den doch 20-30 Euro an Zusatzkosten pro Nacht kann ich mir kaum vorstellen, dass ich mich dort wohler gefühlt hätte als in meinem „grünen“ Hotel.

Nightlife in Bangkok

Dieses ist leider ein wenig dem kurzen Aufenthalt, der Sparsamkeit (bezügl. Taxi) und der Müdigkeit (dem Jetlag) zum Opfer gefallen. Nach dem wohltuenden Schläfchen und Essen im Zimmer am ersten Tag wollte ich danach das naheliegende Nachtleben ein wenig zu Fuß erkunden. Besser hätte ich mir ein Taxi bzw. Uber direkt zu einem Club oder einer der zahlreichen Rooftop Bars leisten sollen, denn mein Fußmarsch zu einem vorher ausgewählten Club endete schließlich in einer beunruhigend dunklen Gasse, weshalb ich wieder den Fußmarsch zurück ins Hotel antrat. In dunklen Straßen fühlt man sich zwar schnell unwohl (und die Beleuchtung ist in ärmeren Ländern einfach meist schlechter), aber an sich braucht man angesichts der freundlichen und friedlichen, buddhistischen thailändischen Kultur meines Wissens wenig Angst zu haben. Der von mir zu Fuß angestrebte Club (nach Bewertungen und Nähe zum Hotel) wäre übrigens „Narz“ gewesen, empfohlen wurde mir auch „Route 66“, der anscheinend sehr erlebenswert ist und hauptsächlich von Einheimischen und Expats besucht wird.

Was ich immerhin sehen konnte, war eine der berühmtesten Rotlicht-Straßen in Bangkok, die sich in Hotelnähe befand (Soi Cowboy). Irgendwie tragisch wegen der sich feilbietenden jungen Mädchen, aber sollte man natürlich gesehen haben und schön bunt ist es dort auch. Außerdem sah ich am kurzen Weg dorthin andere weniger erfreuliche, aber eben auch existente Teile von Bangkok: an jeder dunklen Ecke boten sich mir zu hübsche und zu junge Mädchen an und am Gehsteig musste ich aufpassen, dass ich nicht über dort schlafende Straßenkinder oder obdachlose Mütter mit Kleinkindern stolperte. Manchen mag das egal sein, aber mich hat es schon traurig gestimmt und meines Erachtens sollte jemand seinen Körper wenn dann nur freiwillig (d.h. nicht aus finanziellem oder sonstigem Zwang) käuflich anbieten. Von daher wünsche ich dem schönen Thailand und den netten Thais einen baldigen ökonomischen Aufstieg!

Besichtigungen in Bangkok

Die Besichtigungen in Bangkok bin ich ganz entspannt angegangen, denn allein das bunte, quirlige Treiben in den Straßen allerorts und der chaotische Verkehr sind schon sehenswert. Nachdem mein Hotel so praktisch an U-Bahn und Skytrain gelegen war, konnte ich diese einfach nutzen. Der Ticketkauf ist hierbei etwas mühsam, denn wie bei einer Zugfahrt muss man immer für jede Teilstrecke (auch bei Umstiegen) ein Ticket kaufen (Kosten jeweils ca. 50 Cent bis ca. 1 Euro). Dafür gibt es meist persönlich besetzte Schalter, wo man schnell und freundlich bedient wird.

Meine Besichtigungstour sah so aus: ich bin mit der Metro zum „Hauptbahnhof“ (Hua Lamphong – ob es der offizielle Hauptbahnhof ist, ist mir nach wie vor nicht klar) gefahren. Am Weg dorthin habe ich mir noch den Lumphini-Park angesehen, welchen man meines Erachtens aber nicht gesehen haben muss. Am Bahnhof wollte ich mir gleich ein Ticket für die Weiterfahrt am nächsten Tag kaufen, allerdings war der Zug ausgebucht (hierzu weiter unten).

Vom Hauptbahnhof bin ich dann in die „Altstadt“ spaziert (wo es keine Metro mehr gibt), was mich gleich zum ersten Tempel mit einem ersten berühmten goldenem Buddha geführt hat. Danach bin ich entlang der „Yaowarat Road“ durch die sehenswerte „China Town“ zur beeindruckenden Tempelanlage „Wat Pho“ spaziert. War ein ziemlicher „Hatscher“, aber der Weg dorthin war wie gesagt sehenswert (quirliges Treiben, bunte alte Häuser, Tuk Tuks, Verkehrschaos, kleine alte Geschäftslokale, Märkte, Street Food, …).

In der Tempelanlage von „Wat Pho“ gibt es u.a. den riesigen liegenden Buddha zu bestaunen. Gleich in der Nähe gäbe es viele weitere berühmte Tempel und Orte (u.a. den Königspalast), die ich dann allerdings übersprungen habe, weil ich ohnehin schon viel gesehen hatte und viel gegangen war. Ich bin dann also direkt zur Khaosan Road spaziert, welche einige Bars und Massagesalons zu bieten scheint, unter tags aber noch wenig belebt war (laut Internetberichten wird hier mittlerweile anscheinend auch ziemlich primitiv und touristisch getrunken, weshalb ich nicht unbedingt verweilen wollte).

In der Nähe der Khaosan Road konnte ich dann nach einem kurzen Gang entlang hübscher Cafes und Märkte zu einer naheliegenden Bootsanlegestelle per Schiffchen (Kosten wiederum minimal) noch eine kleine Besichtigungstour zu Wasser machen und zu einer Skytrainstation zurückfahren.

Hätte ich noch mehr Zeit in Bangkok gehabt, hätte ich mir wahrscheinlich einen der günstigen Ausflüge, z.B. in einen der Nationalparks oder nach Ayattuya, oder eine der Aktivitäten in Bangkok (wie z.B. Pubcrawl oder Kochkurs) hier bei den „Ausflügen & Aktivitäten“ auf Solo Travel gesucht und gebucht. Das wäre auch eine nette Gelegenheit gewesen, mit Einheimischen und anderen Reisenden in Kontakt zu kommen.

Am letzten Tag vor dem Abflug habe ich mir dann noch gemütlich die Silom Street und dortige Shopping Center (tolle Restaurants!) angeschaut. Außerdem das „Jim Thompson Haus“, welches in der Lonely Planet App empfohlen war. Das war ein überraschend angenehmes Erlebnis – wie Balsam für Körper und Seele! Der Eintritt von ca. 5 Euro inkludierte eine Führung durch das „tropische“ Wohnhaus eines damals ausgewanderten Amerikaners mit teils jahrtausendealten Statuen. Die Berieselung durch die Erklärungen seitens der freundlichen jungen Thailänderin, der Zwang zum Schuhe ausziehen und zur Abgabe meines schweren Handgepäcks sowie die Top-Temperatur nach einem vorherigen Regen in Kombination mit sehr sanften Ventilatoren waren äußerst angenehm 😉

Öffentlicher Verkehr in Bangkok bzw. Thailand

Ein paar kurze Bemerkungen zu diesem Thema: ich fand die öffentliche Fortbewegung in Bangkok und darüber hinaus recht anstrengend und gewissermaßen ärgerlich. Man findet online oft nur mühsam relevante und vor allem aktuelle Infos – oft scheinen sich die Angebote rasch zu ändern, weshalb man sich auf die ohnehin schwachen Online-Infos kaum verlassen kann.

Innerhalb von Bangkok gibt es nur ein ziemlich beschränktes Netz an Metro und Skytrain (und wie erwähnt muss man für jede Teilstrecke jedes Mal Tickets kaufen). Darüber hinaus gibt es zwar beeindruckend veraltete Busse (sicherlich witzig zum Fahren), deren Benutzung jedoch für Nicht-Einheimische nicht so leicht zu verstehen ist. Bei den Scooter- und normalen Taxis scheint man sich als Tourist nicht wirklich auf den Preis verlassen zu können und Busstationen, manche Bahnhöfe sowie der 2. Flughafen (Don Mueang) sind oft öffentlich schlecht angebunden.

In sehr touristischen Gegenden wie z.B. Phuket liest man wiederum davon, dass Busse oder Taxis teils von der Mafia kontrolliert seien, was ebenfalls nicht sehr einladend ist. Vor gewissen Mini-Shuttle-Services wird wiederum wegen rasender Fahrer gewarnt.

Das Thema „Transport“ fand ich also in Thailand etwas mühsam bzw. ärgerlich, zumal es in Thailand ja eigentlich schon lange viel Tourismus gibt. Wieso es hier also keine besseren und besser beschriebenen Fortbewegungsmittel gibt, kann ich nicht ganz verstehen. Immerhin hatte ich dadurch meine ersten Uber-Fahrten erlebt, welche in Bangkok sehr gut und günstig zu funktionieren scheinen (über diesen Link solltest du einen Gutschein erhalten, wenn du auch ein Neuling bist).

Und irgendwie ist es ja auch interessant, nach unkonventionellen Lösungen zu suchen, wenn nicht immer alles gleich wie von selbst funktioniert 😉 Und eine Möglichkeit, mit zumeist sehr hilfsbereiten Einheimischen in Kontakt zu kommen…

Hotel am Strand

Mein Aufenthalt in Thailand war zwar zeitlich mit 6 Tagen sehr begrenzt, aber nachdem ich schon mal dort war, wollte ich neben Bangkok natürlich auch einen schönen Strandaufenthalt erleben. Meine erste Idee war, entweder gleich nach der Ankunft oder vor dem Weiterflug auf eine der schönen Inseln bzw. Halbinseln zu fliegen. Die Flüge nach Ko Samui wären dabei wegen meiner kurzfristigen Buchung schon etwas teurer gewesen (ca. 200 Euro hin und retour von Bangkok), doch nach Krabi und Phuket hätte ich in der Solo Travel Flugsuche trotz der Kurzfristigkeit durchaus billige Flüge mit sogar tollen Flugzeugen und guten Zeiten gefunden (ab ca. 30-60 Euro hin und retour von Bangkok). Zu kompliziert erschien mir dann allerdings wiederum der Transport vom Flughafen in die Hotels und retour, sowohl was Preis als auch Verlässlichkeit betraf.

Deshalb habe ich mich schlussendlich – und zum Glück – für die „Königsstadt“ Hua Hin entschieden! Hier konnte ich relativ einfach und schnell von Bangkok aus per Zug oder Bus anreisen. Am attraktivsten erschien mir dabei der Zug, weil dieser auch von meinem Hotel in Bangkok aus gut erreichbar war (siehe oben). Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: die für mich einzige attraktive Verbindung war am Vortag ausgebucht. Ich hätte zwar am selben Tag noch „auf gut Glück“ die 3. Klasse buchen können (diese war nicht vorausbuchbar), das war mir allerdings zu riskant wegen der begrenzten Platzverfügbarkeit. Die Abfahrt per Bus ab dem eher umständlich zu erreichenden Busbahnhof oder dem Flughafen schien mir zu mühsam wegen meines geringen Zeitbudgets (die Busse hätten nach Hua Hin ca. 4 Stunden gebraucht). So kam es zu meiner ersten Uber-Fahrt (über diesen Link solltest du einen Gutschein erhalten, wenn du auch ein Neuling bist), womit ich um ca. 38 Euro in ca. 2,5 Stunden Fahrt von einem netten jungen Thai-Fahrer von Hoteltür zu Hoteltür geführt wurde (über meine Einladung zu einer Kaffeepause an einer Tankstelle hatte er sich übrigens sehr gefreut, wenngleich die Pause auch zu meiner eigenen Sicherheit gedacht war ;)).

Bei den Hotels hatte ich zwei in die nähere Auswahl gefasst, die zentral in Bahnhofsnähe gelegen und trotzdem schön und sehr gut bewertet waren. Ich habe mich schließlich für dieses Hotel entschieden (es war in der Pauschalsuche – Option „nur Hotel“ – unter dem Menüpunkt Strandurlaub übrigens etwas günstiger als im Hotelpreisvergleich: ca. 80 Euro pro Nacht inkl. Frühstück). Zimmer, Aussicht, Pool, Einrichtungen, etc. waren großartig! Ich hatte noch nie so feinen, weißen Sand erlebt und noch nie so ein riesiges und vielseitiges Frühstücksbuffet (frisch gemachte Smoothies bis hin zu Sushi hat es gegeben). Der Blick vom Zimmerbalkon auf Meer, Strand und das nette, recht grüne Städtchen waren ebenfalls eindrucksvoll und zudem gab es auf dem Dach eine Skybar mit noch besserer Aussicht und leckeren Cocktails.

Zudem war das Hotel nicht nur gleich gegenüber vom Haupt-Nachtleben Hua Hin’s gelegen, sondern mit seiner Skybar und einer Art Bierbrauerei (mit DJ, großer Tanzfläche, Live-Musik, etc.), die auch von Einheimischen gerne frequentiert wurden, selbst einer der Hauptteile des örtlichen Nachtlebens. Zuerst dachte ich, das Nachtleben würde abgesehen davon wieder nur aus „rötlichen“ Bars mit zu jungen Mädchen und zu alten Herren bestehen, doch zum Glück habe ich nicht aufgegeben und schließlich viele nette Einheimische getroffen und dadurch die weniger touristischen Bars gefunden (alle rund ums Hotel bzw. eben auch im Hotel selbst). Das v.a. studentische Publikum (es gibt mehrere Unis in Hua Hin) war trotz Sonntag top ausgehmotiviert, kommunikationsfreudig und zahlreich vorhanden.

Den Pool hatte ich oft für mich allein und das Hotelpublikum war eher gepflegt als negativ auffallend bzw. es schien zu meiner Aufenthaltszeit generell nicht soviel los zu sein.

Die Rückfahrt klappte schließlich auch mit dem Zug vom malerischen Bahnhof in Gehweite vom Hotel. Die beste verfügbare 2. Klasse hatte dabei ca. 12 Euro gekostet (ca. 4 Stunden Fahrt bis Bangkok). Die 3. Klasse ohne Klimaanlage (was mir im Nachhinein lieber gewesen wäre) hätte nur ca. 1,2 Euro (!) gekostet, wäre aber wahrscheinlich wiederum nicht vorreservierbar gewesen.

Weiteres Hotel in Bangkok

Für die letzte Nacht vor dem Weiterflug hatte ich mir nochmals in Bangkok ein Zimmer gebucht für den Fall, dass es mit der Rückfahrt von Hua Hin Probleme gegeben hätte. Ich hatte dabei dieses Hotel gleich beim Bahnhof gebucht, das noch günstiger als die vorigen Hotels war (ca. 50 Euro inkl. Frühstücksbuffet mit Skylineblick) und trotzdem sehr hübsch schien. Es konnte allerdings – trotz Zimmerblicks auf die Skyline von Bangkok – für mich persönlich mit den vorigen Hotels nicht mithalten. Den Ausblick musste ich mir auch erst ausdiskutieren, da es im Hotel auch Zimmer ohne Fenster gab, von denen mir zuerst eines gegeben worden wäre.

Im Nachhinein betrachtet wäre ich lieber bis zum letzten Tag im Strandhotel geblieben und von dort dann mit einmal Umsteigen zum Flughafen gefahren. Es hätte nämlich – wenn Google nicht lügt – sogar einen Zug vom „Hauptbahnhof“, an dem ich von Hua Hin kommend ankam, zum 2. Bangkoker Flughafen, zu dem ich dann musste (Don Mueang), gegeben. Ich bin stattdessen mit Uber zum Flughafen gefahren (ca. 14 Euro trotz ca. 2 Stunden Fahrt), was mir von einer Einheimischen empfohlen worden war und was angesichts des Verkehrschaos hin zum Flughafen auch ein interessantes, abschließendes Erlebnis war.

Klima in Bangkok bzw. Thailand

Mein Aufenthalt fiel mit ca. Mitte Mai schon in die Regenzeit. Ich bin allerdings kein einziges Mal nass geworden! Es hatte nämlich meist nur morgens (in Bächen) geregnet (was sehr gemütlich und beeindruckend war im Hotelzimmer). Danach war es zwar meist etwas bewölkt (was gut für die Temperatur war), aber geregnet hatte es nicht mehr. Vielleicht hatte ich einfach nur Glück gehabt, aber ich fand die Regenzeit also recht angenehm!

Resümee

Ich war von Thailand – abgesehen von den Armutsaspekten – sehr positiv überrascht! Ich hatte es mir nach den Vorabinformationen viel touristischer erwartet, doch letztlich keine negativ auffallenden Touristenmassen angetroffen. Kann natürlich auch sein, dass ich dafür schlichtweg die richtigen Orte oder die richtige Zeit erwischt hatte. Thailand schien mir nicht extrem billig, aber so günstig, dass man es sich einfach gut gehen lassen kann. Die Freundlichkeit der Menschen und die bemühte Servicequalität sind außerdem ebenfalls sehr erfreulich.

Ausrüstung

Da ich ziemlich lange für eine gute und günstige Ausrüstung für meine kleine Weltumrundung recherchiert habe, möchte ich euch abschließend noch die diesbezüglichen Ergebnisse verraten. Vielleicht kann ich euch so ja ein wenig Zeit ersparen oder ein paar Ideen geben, falls ihr ebenfalls Reiseutensilien braucht.

Um möglichst mobil zu sein, habe ich mich entschieden, für mein Gepäck einen Rucksack zu verwenden. Dieser sollte nicht zu klein, nicht zu groß und nicht zu teuer sein – und gleichzeitig gut ausschauen. Fündig bin ich mit diesem Rucksack geworden. Zum Zeitpunkt meiner Bestellung hat er ca. 32 Euro gekostet und er ist sogar made in Austria (ähnliche Tramperrucksäcke können ansonsten bis zu 200 Euro oder mehr kosten).

Die Erwartungen waren wegen des billigen Preises nicht besonders hoch, aber er war überraschenderweise wirklich hübsch und praktisch von der Größe (60 Liter) und den Fächern her. Material und Reisverschlüsse wirken nicht so, als würden sie großen Belastungen standhalten, haben bei mir aber soweit schon einige Ortswechsel und Flüge heil überstanden. Aufgrund meiner Reiseziele hatte ich als Jacke nur einen Regenschutz eingeplant und zugunsten von „Travelling light“ versucht, möglichst wenig einzupacken (und dafür ein Reisewaschmittel mitgenommen – günstig z.B. bei DM erhältlich, aber auch online). Der Rucksack war somit gut, aber nicht zum Bersten gefüllt – und auch so schon schwer genug. Wer eine dickere Jacke oder generell mehr mitnehmen möchte, sollte eher einen Rucksack mit mind. 80 Liter wählen, dabei jedoch bedenken, dass der Rucksack schnell unangenehm schwer werden kann!

Ich würde für mich persönlich künftig überlegen, anstatt eines Rucksacks doch meinen Trolley zu nehmen (groß, trotzdem leicht und mit 4 Rädern). Ich hatte bei meiner Reise zwar keine großen Märsche eingeplant, doch am Ende trägt man das Gepäck doch immer wieder ein gutes Stück mit sich herum. Da wäre rollbares Gepäck manchmal feiner und Trolleys sind auch bequemer zum Ein- und Auspacken. Außerdem wollte ich auch nicht unbedingt von Weitem als Backpacker / Tourist erkennbar sein. Ein Trolley hat aber gerade in Ländern mit schlechteren Straßen natürlich auch Nachteile – und es besteht immer die Gefahr, dass Räder z.B. durch Flüge zu Schaden kommen.

Zum praktischen Kombinieren mit dem Rucksack und gleichzeitig als Handgepäck bei den Flügen habe ich mir noch eine Umhängetasche bestellt (damit ich mir nicht peinlich vorne einen zweiten Rucksack anschnallen muss…). Und diese Umhängetasche (zum Zeitpunkt meiner Bestellung ca. 25 Euro) habe ich schon sehr lieb gewonnen! Sie ist groß genug für meinen 14 Zoll Laptop, stylisch, sehr stabil und bietet viele Fächer, die alle mit guten Reisverschlüssen sicher verschließbar sind. Genug Platz also, um Dokumente, Handy, Sonnenbrille, Bücher u.ä. ordentlich und sicher zu verwahren. Auf einen Laptop würde ich allein aus Gewichtsgründen übrigens möglichst verzichten – ich brauchte ihn leider zum zeitweisen Arbeiten.

Zur Orientierung und Information habe ich mir mehrere kostenlose und ohne Internetverbindung funktionierende Reiseführer- und Karten-Apps am Handy installiert (u.a. natürlich von Lonely Planet). Tipp: vor langen Besichtigungstagen Handy immer vollständig laden und anschließend zum Akku-Sparen auf Offline-Modus schalten und Displayhelligkeit verringern! Außerdem Ladegerät und Stromadapter nicht vergessen (Stromanschlüsse gibt es meist z.B. in international bekannten Fast Food Lokalen und Cafes…). Die GPS-Positionierung auf Karten, wie z.B. jenen in Reiseführern oder auf Google Maps, funktioniert – jedenfalls auf meinem Smartphone – trotz Offline- bzw. Flugmodus. Google Maps Karten kann man sich für die Offline-Verwendung ausschnittsweise abspeichern, jedoch anscheinend nicht immer (in Thailand war dies z.B. nicht möglich). Doch selbst ohne Offline-Speicherung funktionierten Google Karten eingeschränkt am Handy, wodurch ich die ungefähre Position und v.a. die richtige Gehrichtung sehen konnte.

Weiterflug und Fragen

Mein nächster Flug auf meiner kleinen Weltreise hat mich nach Japan (siehe Bericht hier) gebracht!

Falls ihr Fragen oder Anmerkungen haben solltet, bitte gerne – z.B. unten per Kommentar – schicken.

Hannes

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